bitterfotze
von maria sveland
ein wuetender roman, der nicht nur im hause kiepenheuer und witsch fuer aufregung sorgte, sondern auch erst in schweden und nun im deutschen sprachgebiet, nicht zuletzt kuerzlich in einer stube in winterthur, wo isa und tina mit ein paar frauen zu ihrem lesezirkel beieinander sassen…
die protagonistin ist „bitterfotzig“ geworden, glaubte sich gleichberechtigt, bis sie ein kind bekam. die alten rollen sind wieder klar verteilt, der mann im vaterschaftsurlaub die ausnahme. eine auszeit auf teneriffa von einer woche nutzt protagonistin sara, um all ihre angestaute wut loszuschreiben, und praegende erlebnisse ihrer geschlechtersozialisation revue passieren lassen.
manche moegen sich ueber das „gejammere“ aergern oder die sprache literarisch nicht ansprechend finden, ich las diesen feministischen roman mit grossem vergnuegen, nicht zuletzt, weil er bezug nimmt auf „angst vorm fliegen“ von erica jong, dem grossen emanzipationsroman aus den 70ern, und die ganze geschichte somit in einen gewissen geschichtlichen rahmen einbindet.
roman, kiwi paperback, isbn 978-3-462-04083-8v