der tag, an dem meine tochter verrückt wurde

von michael greenberg

der tag, an dem meine tochter verrückt wurde

"ich habe das gefuehl zu reisen, aber ohne moeglichkeit zur umkehr", sagt sally, und sie rast ihm entgegen, dem wahnsinn, der erleuchtung, der abkehr von der welt, wie sie normalerweise gesehen wird. sally ist 15 und hat eine psychose. ihr vater michael greenberg schildert eindrucksvoll, wie seine tochter sich in den wahn steigert, wie sie in die psychiatrie kommt, und langsam nur den weg zurueck findet. mit der unsicherheit, was von ihr denn normal ist, und was zu der verruecktheit, der krankheit gehoerte. die grenze ist schmal fuer duennhaeutige, und auch der vater fragt sich, ob er's frueher haette merken sollen - doch sind nicht alle teenies manchmal etwas daneben?

greenberg erzaehlt eine wahre geschichte, erzaehlt von therapie und medikamenten (die er an sich selber testet), berichtet einfuehlsam, wie dieses unbegreifliche auch seine ganze familie beeinflusst, seine lebenspartnerin, seine exfrau (und mutter von sally), wie seine eigene mutter zu erzaehlen beginnt.

eine chemische stoerung im gehirn ist zu abstrakt, um den psychosezustand zu erklaeren, und greenberg zitiert unter anderem berichte ueber james joyce und dessen kranke tochter, den manischen dichter robert lowell und juedische geschichten. ein buch, das sich zu lesen lohnt, und einblick gibt in eine fremde welt, die doch nur etwas verschoben ist.

hoffmann und campe, 2009, isbn-13: 9783455500370

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