... und ich war nie in der schule
von andré stern
es gibt sie: kinder, die nicht zur schule gehen. nicht etwa, weil sie auf dem bauernhof aushelfen oder in der fabrik arbeiten müssen, auch nicht, weil ihre eltern ihnen rechnen & lesen selber beibringen („homeschooling“), sondern weil ihre eltern glauben, dass kinder lernen wollen und nicht dazu gezwungen werden müssen, und ferner, dass selbstbestimmtes lernen am fruchtbarsten ist.
stern ist heute musiker und journalist und beschreibt in seinem buch eine kindheit frei von druck und erwartungen, frei auch von noten, langweiligen schulstunden und stupidem auswendiglernen. er erzählt von seiner leidenschaft für autos, fotografie und musik. er schildert die intensität, mir der er sich mit gewissen themen auseinandersetzte, und die fantasie, die er bei seinen tätigkeiten entwickelte. er erinnert sich an begegnungen mit menschen, die sein interesse für ein bestimmtes fach weckten und ihn in seinem lernen begleiteten und unterstützten.
stern hat an tagungen & weiterbildungen, im fernsehen & radio über seine aussergewöhnliche kindheit gesprochen. im letzten teil seines buches geht er auf die fragen ein, die ihm immer wieder gestellt wurden und werden. dabei wirft er einen kritischen blick auf unsere gesellschaft. dass er manche unserer institutionen und gewohnheiten hinterfragt, wirkt erfrischend, lädt jedenfalls zum nachdenken ein.
zabert sandmann, isbn: 978-3-89883-228-1