portnoy’s complaint

von philip roth

portynoyscomplaint

alexander portnoy sitzt beim psychiater und schüttet ihm sein herz aus. dabei kommt dr. spielvogel kein einziges mal zu wort, was man liest, ist ein langer monolog portnoys, der von seiner kindheit und jugend in einem jüdischen haushalt erzählt, von seinen sexuellen fantasien, seiner unfähigkeit, ernsthafte beziehungen einzugehen und von seinen verzweifelten versuchen, auszubrechen und gegen die eltern zu rebellieren – was ihm nicht gelingen will, da er eben doch ein braver, jüdischer sohn bleibt, wenn auch unverheiratet, was wiederum seinen eltern unverständlich und unerträglich ist. das buch sprüht vor witz und charme, die sexuelle offenheit und vulgäre sprache machten es 1969 zum skandal – und zum bestseller.

besonders gefallen haben mir die eingestreuten jiddischen ausdrücke, deren bedeutung (wenn sie nicht dem deutschen nahe sind), meist aus dem kontext heraus zu verstehen ist. ich habe das buch auf englisch gelesen und kann daher über die übersetzung nichts sagen!

nun, zu der deutsche ausgabe: das buch wurde von werner schmitz neu übersetzt und ist dieses jahr bei hanser erschienen. portnoys beschwerden (isbn 978-3-446-23401-7) steht im kalb und wartet geduldig auf jemanden, der an der deutschen version interessiert ist…

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